Biominute
Japanische Gartenkunst ist berühmt für oft kleine und kleinblättrige Pflanzen. Zum Extrem getrieben wurde das mit Bonsai-Zucht. Diese Kultur kommt nicht von ungefähr. Die Natur selbst setzt in Japan oft auf im Vergleich auf Pflanzen mit eher kleinen Pflanzen. Das liegt wohl vor allem am extremen Wetter. Zum einen ziehen jedes Jahr Taifune über die Inseln. Andererseits fällt im Winter teils viel und nasser Schnee. Wirft man seine Blätter nicht ab, sind kleine im Vorteil. Sie bieten weniger Angriffsfläche für Wind. Schnee kann besser hindurch fallen. Auch bei Kühlung hilft die relativ große Blattoberfläche relativ zur Blättermasse.
Es waren also nicht die Gärtner und Züchter, die diese Ästhetik erzeugt haben, sondern die Natur hat sie selbst als Anpassung an die Gegebenheiten hervorgebracht. Menschen haben sie aufgegriffen und zum Stilmittel gemacht.