Yamaha

Eine dieser so bekannten und verwirrend diversen Firmen in Japan ist Yamaha. Die bauen Motorräder und alle möglichen anderen Dinge, die Verbrennungsmotoren brauchen sowie auch Konzertflügel und Saxofone. Irgendwo dazwischen gibt e auch noch allerlei Elektronik, vor allem Unterhaltungselektronik. Daß ein und dasselbe Unternehmen so verschiedene Sparten hat, ist in Japan häufig anzutreffen. Es wirkt, als hätte der Gründer ein paar beliebige Seiten eines großen Katalogs aufgeblättert und das dann auch gebaut. Nein, das kam - zumindest bei Yamaha so:

Herr Yamaha war gelernter Uhrmacher. Als er von der örtlichen Schule ob seiner handwerklichen Fähigkeiten gebeten wurde, die kaputte Schulorgel zu reparieren, hatte vor über 150 Jahren die Idee, eine bessere selbst zu bauen. Da sich in seiner kleinen Stadt aber keiner dafür interessierte schleppte er seine neue Orgel über 250km bis Tokyo. Auch dort war ihm nicht sofort Erfolg beschert und erst nach weiteren Verbesserungen fand er Käufer und das Geschäft lief an. Yamaha ist also im Ursprung ein Instrumentenbauer.

Während des zweiten Weltkriegs mußte auch Yamaha auf die Produktion von Rüstungsgütern umstellen und baute Flugzeugteile. Die Werkhallen waren damit auch militärisches Ziel und waren zu Kriegsende zerstört. Auf der Suche nach Produkten, die nach Kriegsende benötigt werden könnten, versuchte man sich im Bau von Motorrädern. Das Wissen aus Instrumenten- und Flugzeugbau zahlten sich aus. Die Motorräder wurden zum Erfolg. Heute sind diese beiden Zweige getrennte Unternehmen, aber Musikinstrumente und Motorräder haben bei Yamaha eine gemeinsame Geschichte und sind beide bis heute weltweit erfolgreich.

ausführliche Geschichte der Motorräder (Achtung, kein https)

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