Ostern im Osten
Ostern ist hier kein Ding. Überhaupt alle christlichen Traditionen spielen hier quasi keine Rolle. Hier und da sieht man eine Kirche.
Aber wenn man sich durch die Geschichte der Orte liest, findet man, daß christliche Missionare ziemlich oft wieder rausgeflogen sind oder einen Kopf kürzer gemacht wurden. Das Christentum hat hier nie wirklich Fuß gefasst. Zwar nutzen die Japaner den westlichen Kalender und die Wochentage aus christlicher Tradition. Aber alle anderen kulturellen Praktiken sind tief shintoistisch und buddhistisch geprägt. Die Feiertage der Japaner sind ziemlich übers Jahr verteilt. Obwohl sie wenig Urlaub haben, gibt es viele lange Wochenenden, weil alle Feiertage, die aufs Wochenende fallen, auf den Montag verschoben werden und da sie 16 Feiertage haben, gibt es davon einige. Ende April, Anfang Mai gibt es dann die sogenannte Golden Week, wo sich mehrere Feiertage häufen und viele Leute dadurch die ganze Woche frei nehmen. In dieser Woche fahren dann alle Städter aufs Land. Für mich ist das das Signal, in die Stadt zu fahren. Ich plane also in der Woche z. B. in Osaka eine Basis zu nehmen, um Städtetouren zu machen. Soweit der Plan zumindest.