DUT
Ein Beitrag zum Digitalen Unabhängigkeitstag (DUT/DID): Warum es wichtig ist, sich unabhängig von großen Digitalkonzernen zu machen.
Heute ist DUT oder DID (Digitaler UnabhängigkeitsTag oder englisch Digital Independence Day). Den hat Marc-Uwe Kling auf dem letzten Chaos Communication Congress zusammen mit dem Chaos Computer Club ausgerufen. Die Idee ist, sich nach und nach unabhängig von großen Digitalkonzernen zu machen. Viel ist von Unabhängigkeit und Resilienz die Rede. Wenn jeder Einzelne in seine digitale Kommunikation und Werkzeuge schaut und prüft, wem diese gehören, wird er schnell feststellen, daß nahezu alles US-amerikanisch dominiert ist. Und wer nicht will, daß der gelbe Egomane über unser Leben bestimmt und so zum Beispiel unsere Kommunikation jederzeit abdrehen kann (wie er es mit dem obersten Ankläger des internationalen Gerichtshofs gemacht hat), der muss handeln. Jeden ersten Sonntag im Monat, so die Idee, nimmt man sich einen Dienst, ein Werkzeug, einen Workflow vor, den man unabhängig macht von großen Konzernen. Man könnte einen amerikanischen Messenger deinstallieren. Man könnte einfach OpenOffice nutzen statt Microsoft Office. Man könnte eine andere Suchmaschine benutzen als Google. Es gibt hunderte Möglichkeiten. Anzufangen ist das Wichtige und die Idee ist, stetig daran zu arbeiten, sich unabhängig zu machen. Rufe nach Resilienz und Diversifizierung sind wohlfeil, wenn man nicht selbst das tut, was leicht möglich ist. Jeder kann im Kleinen handeln und vorwärts gehen.
Dieser Blog zum Beispiel basiert auf Open-Source-Software. Ruby ist die Programmiersprache. Das Blog-Framework heißt Jekyll und das Theme ist Chirpy. Alle Beiträge liegen in reinem Text vor (als sogenannte Markdown-Dateien), die man auch roh lesen kann. Zwar hoste ich es bei GitHub, was Microsoft gehört. Aber der gesamte Code ist ja bei mir auch auf dem Rechner und ich könnte jederzeit umziehen, falls GitHub seine Regeln ändert.
Wer den DUT leben will, kann hier mal nachschauen. Es gibt auch ein praktisches Browser-Add-on dafür.
Happy didding.