Fahrradlogistik

Das Thema verdient einen eigenen Beitrag. Es hat mich viel Planung, Zeit und Nerven gekostet. Daher möchte ich hier das gelernte teilen.

Das Leichte

Eraunlich war, daß ein Fahrrad in Flugzeug mitzunehmen keinen Aufpreis kostete. Es musste nur eines der zwei bis 23kg schweren Gepäckstücke als Sperrgepäck vorher angemeldet werden.

Das Komplizierte

Wie kommt man mit einer sperrigen Kiste zum Flughafen. Das war weder in Europa noch in Japan einfach. In Deutschland wurde ich trotz expliziter Klärung im am Schalter von Flixbus-Fahrer nachts im drei im Regen stehen gelassen. Eine bekannte rettete mich dann und fuhr mich durch die Nacht zum Flughafen.

Beim Rückflug war die Situation ja völlig unbekannt. Woher eine Kiste bekommen? Wie damit zum Flughafen gelangen? Nach einiger Recherche fand ich einen spezialisierten Fahrradtransporter für Japan. Der konnte mir ein Packet zur Filiale eines Lieferdienstes am Flughafen Sapporo schicken. Daß das dann klappt, darauf muss man dann an Tag des Abflugs vertrauen.

Nach den Flug gilt es, die Pappe loszuwerden. Das ist besonders in Japan eine unlösbare Aufgabe, das es praktisch nirgends Abfallbehälter gibt.

Konkret handelt es sich um cycloexpress.co.jp die bieten Transport an, aber auch eine Fahrradkiste, die man auch vorab, oder wie ich mir so, zuschicken lassen kann. Die nutzen Sagawa, einen der in Japan häufigen Gepäcklieferdienste. Und Sagawa hat eine Filiale am Flughafen. Das stellte sich als ideal heraus, den so könnte ich zum Flughafen fahren und erst dort das Rad zerlegen. So musste das Problem, mit Kiste zum Flughafen zu kommen, nicht gelöst werden.

das Nervige

Eine andere Herausforderung in Japan ist, daß kein Zug Fahrräder als solche mitnimmt. Die müssten in einem ziemlich kleinen speziellen Sack, das Rinko bag, verpackt werden. Das ist mir einen ausgewachsenen Reiserad mit Schutzblechen und Gepäckträger sportlich. Zudem hat man dann nicht nur daß Rad zu schleppen, sondern das eigentliche Gepäck auch. Keine verlockende Option. Daher habe ich ausschließlich auf Fähren gesetzt. Das ist völlig unproblematisch und ja auch eine schöne Form zu reisen. Im einen Archipel wir Japan in die Auswahl auch groß. Daher war das kaum eine Einschränkung. In Osaka und Tokyo habe ich dann das Rad ein paar Tage stehen gelassen und den Zug zu und rund um die Metropolen genommen.

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